THERMOSTRESS – Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines Bewertungs- und Vorhersageansatzes für Grundwasserökosysteme unter thermischem Stress

  • Ansprechperson:

    Dr. Kathrin Menberg, Prof. Dr. Philipp Blum, M.Sc. Fabien Koch

  • Förderung:

    Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    FKZ 33923/01

  • Projektbeteiligte:

    Institut für Grundwasserökologie IGÖ GmbH, Landau

  • Starttermin:

    01.03.2020

  • Endtermin:

    31.03.2022

Im Rahmen des Klimawandels kommt es bereits zu großräumigen Erwärmungen des Untergrundes und auch des Grundwassers. Gleichzeitig verursachen zusätzliche anthropogene Einflüsse, wie z. B. Wärmeemissionen von Gebäudekellern, Schwimmbäder, thermische Grundwassernutzung und die geplanten Stromtrassen, die im Zuge der neuen Klimaschutzziele zunehmen werden, für einen z. T. erheblichen Anstieg der Grundwassertemperaturen (>20°C). Dies wird zwangsläufig zu einem Rückgang der Artenvielfalt im Grundwasser führen und vermutlich auch negative Auswirkungen auf die Ökosystemdienstleistungen des Grundwassers haben. Trotzdem gibt es bisher keinen fachlich begründeten Bewertungsansatz oder Handlungsvorschriften für die behördliche Praxis im Umgang mit Grundwassererwärmungen.

Im Forschungsvorhaben THERMOSTRESS werdendaher die fachlichen Grundlagen für Bewertungs- und Vorhersageansätze thermischer Veränderungen im Grundwasser durch einen völlig neuen und innovativen Ansatz – die Koppelung abiotischer (hydrologisch-hydrogeologisch und hydrochemischer) Parameter mit ökologischen Kenngrößen – entwickelt, und dessen Machbarkeit in einer ersten Freilandstudie erprobt werden.